Mitgefühl verfassen
Schreiben Sie an dieser Stelle einige freie Worte, drücken Sie Ihr Mitgefühl mit einem Gedicht oder Zitat aus, oder verfassen Sie einige persönliche Worte, wenn Sie den Verstorbenen kannten.

Eine Kerze für Nicolai Nörren
Gestorben am 18.12.2009 in Kaprun/Österreich
wurde von Jessica Jessica Nörren eine Kerze entzündet.
Weihnachten 2009. Diese Woche war eine der härtesten in meinem Leben. Mein Bruder verschwand. Er war weit mehr für mich, als für andere Personen sichtbar. Er berührte, begeisterte und verzauberte jeden, den er traf. Als würde man sich Ewigkeiten kennen, so behandelte er jeden. Er verbreitete solchen Frohsinn und solches Glück. Er war ein positiver Mensch… wenn du zu den glücklichen auserwählten gehörtest, die sein Lachen hören durften, wurde dir etwas wirklich Besonderes zuteil. Es ist unglaublich hart darüber nachzudenken, was es über dich zu sagen gibt, Nicolai, während tränen über mein Gesicht laufen. Alles was ich sagen kann, ist dass ich dich liebe und vermisse und unglaublich stolz bin, dass du mein Leben erhellt hast, wann immer du konntest. Seit du nicht mehr da bist, ist es ein bisschen leiser hier. Stiller ist es geworden und meine Worte haben Staub angesetzt. Vielmehr sind sie überwuchert, dass man sie eigentlich kaum mehr erkennen kann. Ich habe sie auf meinem Regal vergessen gehabt, Zwischen großen Wälzern, kleinen Heften und meinem selbsteingeredeten Herzschmerz. Da sind sie gelegen, für Wochen und Monate. Nun mehr als 4 Jahre. In diesen Monaten bin ich um Jahre gealtert.
Mit dir sind alle Geschichten, die du nie erzählt hast, gestorben. Deine ganze Kindheit. Deine Jugend. Dein Alles. Was bleibt, sind die Geschichten, die andere noch von dir erzählen können, die Seiten eines Buches, die sie behalten, aber das ganze Buch wird nie einer lesen, wird nie einer ganz verstehen können. Ich habe Seiten von dir. Du wirst nie erfahren, dass ich einen Teil deiner Geschichte immer bei mir trage, so wie auch du einen Teil meiner Geschichte mit dir genommen hast, als du gingst. Wenn mein Kopf frei ist, von allem anderen, erinnere ich mich. Ich versuche die Geschichte zu rekonstruieren, obwohl ich das nie ganz können werde. Aber das, was ich habe, werde ich nicht loslassen. Ich werde behalten und ich will diese Seiten behüten. Ich hoffe, du wusstest, was mir deine Geschichten bedeutet haben. Ich werde deine Worte in Ehren halten und sie noch weitersagen, wenn ich meine Geschichte erzählen sollte. Ich hoffe, sie werden nie verblassen.
Du hattest viel mehr zu geben, als die Menschen von dir wollten.
Dein Schwesterherz.
Gedanken fliegen, durchdringen jedes Glied.
Ich suche - eine Tür, eine Pforte, ein Tor.
Wirst Du es durchschreiten - Du, den ich so lieb'?
Endlos scheint der Augenblick.
Das Hell verschwindet - Die Schwärze siegt.
Die Hoffnung? Längst erstickt!
Was lindert den Schmerz - Bruder, den ich so lieb'?
Du wirst gehn, doch ein Stück bleibt,
Ein Teil Deines Wesens, der Rest entflieht.
Danke - Bruder - ich danke Dir für die Zeit!
Was könnt' ich tauschen, was nur gegen diesen Abschied?