Mitgefühl verfassen
Schreiben Sie an dieser Stelle einige freie Worte, drücken Sie Ihr Mitgefühl mit einem Gedicht oder Zitat aus, oder verfassen Sie einige persönliche Worte, wenn Sie den Verstorbenen kannten.

Eine Kerze für Christian
Gestorben am 17.11.2011 in Villingen
wurde von Elke/Mama Leistner eine Kerze entzündet.
desto schwerer ist die Trennung!
Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an Chrisi denke. Es ist für mich sehr schwer zu akzeptieren, dass mein Sohn nicht mehr lebt. Obwohl ich ihn bis zur letzten Minute seines Lebens immer begleitet habe, glaube ich doch manchmal, dass er jeden Moment bei der Türe reinkommt.
Meine Gedanken gehen zurück an den Tag, als wir seine Diagnose bekamen. Es ist schwer zu beschreiben,wie es einen die Füsse unter dem Boden wegzieht - wie man sich fragt, wie erkläre ich ihm das? Chrisi wusste zwar, dass etwas nicht stimmt, aber wir wussten zuerst nicht, dass es ein bösartiger Tumor ist ,dass erfuhren wir erst einige Wochen später . Jeden Tag, an dem er wieder Fortschritte machte war für uns ein Zeichen der Hoffnung! Ich hätte damals nie geglaubt ,dass ich meinen Sohn verliere. Das Schlimmste war immer der Gedanke,dass ich meinem Kind beim Sterben zusehen muss und ich es nicht verhindern kann! Sehr schlimm war auch für mich als Chrisi eine Chemotherapie nicht vertrug und man ihm ganz schnell ein Gegenmittel gegen dieses MTX spritzen musste.Es kam extra aus Heidelberg,kostete 14000 Euro .Er wäre fast daran gestorben.Als sein schlechter Nierenwert sich wieder besserte,sagte ich zu Chrisi ,siehst du mein Junge du sollst leben.....Wir werden es schaffen.Wir waren stets voller Zuversicht,dass er eines Tages wieder ganz gesund geworden wäre.So viel musste er über sich ergehen lassen und jetzt hat er den Kampf verloren Jede Mutter wird verstehn, was das bedeutet. Auch wenn ich eine schlimme Zeit hinter mir habe,muss ich auch dazu sagen, dass es Momente gab die ich heute nicht missen möchte. Chrisi war trotz allem ein Junge, der sehr viel Humor besass und mich auch an manch trüben Tag damit aufheiterte. Wenn ich an seinem Krankenbett sass und das Gefühl hatte er braucht ein wenig Aufmunterung,war er es der mich zum Lachen brachte. Das Schlimmste für Chrisi war der Klinikaufenthalt,solange von Freunden getrennt,sehr oft fühlte er sich als Außenseiter.Einmal während der Zeit,als er Bestrahlung bekam.....wir saßen gerade auf dem Balkon und aßen zu Abend......sah er spielende Kinder.....sagte dann ganz traurig zu mir,Mama ich glaube,ich hab gar keine Freunde mehr.Diese traurigen Augen werde ich niemals vergessen. Zum Glück, vertrug er die Chemo´s so gut ( ausser der einen) , dass er sich zuhause richtig gut erholte und auch sein Leben ein bisschen geniessen konnte. . Natürlich hatte Chrisi auch Tage an denen er keine Lebensfreude mehr hatte,Als er z.B. eine Magensonde hatte ,weil er nicht schlucken konnte . Aber ich versuchte ihn an solchen Tagen wieder aufmuntern.....es gab ein paar solcher Momente.
Für uns als seine Familie war es immer das Schönste wenn er zuhause war und wir ihn richtig verwöhnen konnten. Natürlich hatte er Wunschkonzert,das wir ihm von Herzen gern erfüllten. Vom Lieblingsessen bis zur Vollmassage war natürlich alles drin. Auch gab es Gespräche, die ich sehr genoss, denn bei seinem Stress war das früher nicht so üblich,dass wir uns zusammensetzten und tratschten, denn es warteten immer Freunde die seine Zeit beanspruchten.
Wenn ich heute zurück schaue,denke ich auch viel an das Personal der Klinik und muss sagen, ich schätze und bewundere diese Menschen! Man bekommt oft zu hören, dass man nur noch eine Nummer ist, aber die Erfahrung machten wir nicht - ganz im Gegenteil!! Ich habe öfters die Gesichter der Schwestern und Pfleger beobachtet und festgestellt , dass es auch für sie nicht immer leicht war ,als Chrisi Lähmungen bekam.......es gab auch gute Ärzte,aber für manche war mein Kind auch nur ein Versuchskaninchen......auf diese Ärzte trage ich eine riesige Wut in mir.
Einige Menschen aus der Klinik werde ich für immer in lieber Erinnerung behalten,aber nur einige. Ich bin dankbar für jedes liebe Wort und jede Hilfe die ich in dieser Zeit erfahren durfte. An Alle ein grosses Danke die Chrisi in dieser schweren Zeit beigestanden sind und allen die ihn im seinem Leben begleitet haben!!
Meine Gedanken wenn ich an meinen Sohn denke, sind Schmerz, Wehmut ,Trauer , Wut ,aber auch Stolz und Glück ihn gehabt zu haben. Ich hoffe , dass er es jetzt wirklich gut hat und es ihm besser geht , ohne Schmerzen und Krankheit da wo er jetzt ist. Auch glaube ich fest daran, dass wir uns eines Tages wiedersehn.
Menschen, die wir lieben,
ruhen nicht in der Erde,
sondern in unserem Herzen!!
Chrisi du wirst immer in unseren Herzen weiterleben.In Liebe deine weinende und zugleich sehr stolze Mama mit Papa,Benni u. Jessi
Ich lese immer wieder ihre " Briefe " und weine jedes Mal , ich habe 2 Kinder, eine Tochter von 24 und einen Sohn der genau so alt ist wie Chrisi und das berührt mich zu tiefst... und ich danke und bete jeden Abend dass ich 2 gesunde Kinder habe und das es auch so bleibt....
Aber ich habe auch mein erstes Kind verloren und das ist schon 25 Jahre her und ich denke immer noch jeden Tag an meine Tochter, das Schmerz bleibt für immer....
Liebe Elke ich wünsche ihnen und ihre Familie viel Kraft, Liebe und schöne Erinnerungen...ihr Sohn lebt weiter...
GLG.Lena